Positiv denken und nicht aufgeben zahlt sich aus! Das hat Anja nach ihrer letzten Erfahrung bewiesen und hat sich im Rahmen der österreichischen Mehrkampf Meisterschaft U16/U18 in Villach für die EM in Tallin qualifiziert!

ÖLV ermöglicht die Chance für U20 EM Qualifikation in Tallin

Im Rahmen der österreichischen Mehrkampf Meisterschaften U16/U18 in Villach ermöglichte der ÖLV aussichtsreichen Athletinnen und Athleten durch eine Teilnahme außer Wertung die Chance noch die von European Atheltics geforderte Norm zu überbieten. Bei den Damen nahmen drei Topsportlerinnen dieses Angebot an und mit der bereits qualifizierten Sophie Kreiner, die als Topfavoritin noch regulär in der U18 Klasse an den Start ging, waren die Chancen auf einen hochklassigen Mehrkampf sehr gut. Durch das individuell hohe Niveau und die gemeinsame Jagd nach den für das Limit notwendigen Punkte entwickelte sich vom ersten Bewerb an ein äußerst knapper und spannender Wettkampf, der bei diesen hochsommerlichen Temperaturen nichts für schwache Nerven war.

Sensationeller Wettbewerbsauftakt im 100m Hürdenlauf

Anja glückte ein überwältigender Auftakt über die 100m Hürden. Mit 14,30 Sekunden pulverisierte sie ihre bisherige Bestmarkte um über drei Zehntel und konnte mit dieser Topzeit wertvolle Punkte anschreiben. Somit ging sie mit einem emotionalen Hoch in ihre starke zweite Disziplin, dem Hochsprung.

© Martina Albel

Kleine Dämpfer im Hochsprung und Kugelstoß

Nach souveränem Einstieg über die niedrigen Höhen riss der Erfolgsfaden und sie stand bereits bei 1,63m knapp vor dem Aus. Mental stark überquerte sie diese Höhe doch noch im dritten Versuch, blieb aber im Endeffekt mit übersprungenen 1,69m knapp hinter ihrer Marschtabelle zurück. Ein kleiner Dämpfer im Hinblick auf die Gesamtpunkte, der sich auch im Kugelstoß fortsetzen sollte.

In der dritten Disziplin des Siebenkampfs, traditionell die schwächste der jungen Traiskirchnerin, lief es auch nicht ganz nach Wunsch und mit 9,37m blieb sie im Bereich ihrer Möglichkeiten, aber doch rund 20cm hinter ihrem schon gezeigten Potenzial. Für die Gesamtwertung bedeutete diese Leistung abermals einen Rückschlag, weil auch hier weniger Punkte erreicht wurden als im Vorfeld gedacht. Erste Zweifel am Erreichen der notwendigen Punkte kamen auf, aber ein Mehrkampf besteht bekanntlich aus sieben Disziplinen an zwei Tagen und die Abrechnung gibt es erst am Ende.

Neue persönliche Bestleistung im 200m Lauf

Motiviert durch das Betreuerteam und ihre Kolleginnen lief sie zum Abschluss des ersten Tages dann aber sensationelle 200m. Mit der Zeit von 25,42s verbesserte sie ihre bisherige Bestmarkte um fast eine halbe Sekunde und verbuchte damit wesentlich mehr Punkte als geplant. Somit standen am Ende des 1.Tages 3115 Punkte auf der Habenseite. Das waren über 100 Punkte mehr als bei ihrem NÖLV Rekord vor drei Wochen, und nur mehr 35 hinter der geplanten Marschtabelle. Es war also kein optimaler erster Tag aber die Chancen für die EM-Quali waren mit einem starken zweiten Wettkampftag noch intakt.

© Martina Albel

Tag 1 mit über 100 Punkten Steigerung zum NÖLV Rekord absolviert

Motiviert durch das Betreuerteam und ihre Kolleginnen lief sie zum Abschluss des ersten Tages dann aber sensationelle 200m. Mit der Zeit von 25,42s verbesserte sie ihre bisherige Bestmarkte um fast eine halbe Sekunde und verbuchte damit wesentlich mehr Punkte als geplant. Somit standen am Ende des 1.Tages 3115 Punkte auf der Habenseite. Das waren über 100 Punkte mehr als bei ihrem NÖLV Rekord vor drei Wochen, und nur mehr 35 hinter der geplanten Marschtabelle. Es war also kein optimaler erster Tag aber die Chancen für die EM-Quali waren mit einem starken zweiten Wettkampftag noch intakt.

Erfolgreicher Start mit Weitsprung am 2. Tag

Wesentlich bessere Chancen rechnete sich die Traiskirchnerin im Weitsprung aus. Doch leider übertrat sie beim ersten, sehr guten, Versuch denkbar knapp. Ihre mentale Stärke bewies Anja dann gleich im zweiten Versuch, wo sie mit 5,50m eine neue persönliche Bestleitung erzielen und dadurch auch Boden in der Gesamtwertung gutmachen konnten.

Ungültiger Speerwurf motiviert Anja zu neuer persönlicher Bestleistung

In der vorletzten Disziplin, dem Speerwurf, gab es zuletzt durchwachsene Leistungen, doch das Abschlusstraining ließ auf eine Steigerung hoffen. Bereits der erste Versuch klappe sehr gut. Der Speer flog deutlich über die 35m Marke, doch die Kampfrichterin entschied denn Wurf für ungültig, weil der Speer nicht korrekt aufgeschlagen war. Eine Entscheidung, die für niemand vor Ort nachvollziehbar war und die ÖLSZ-Athletin vollkommen aus dem Rhythmus brachte. Mit knapp unter 30m im zweiten Anlauf war sie nicht nur weit weg von ihrem Leistungsvermögen, sondern auch punktemäßig wäre diese Weite nicht annähernd in dem Bereich, der für die Gesamtwertung notwendig gewesen wäre. Doch jetzt zeigte Anja einen wahren emotionalen Kraftakt und bewies abermals enorme mentale Stärke. Im alles entscheidenden dritten Versuch schleuderte sie den Speer auf eine neue persönliche Bestmarke von 37,23m. Über zwei Meter weiter als je zuvor und genau die Weite, die für die notwendigen Punkte sorgte, damit im finalen 800m Lauf noch die Chance auf die EM-Teilnahme blieb.

Vereinskolleginnen unterstützen beim 800m-Laufsieg

Jetzt wurde kurz gerechnet und diese Kalkulation ergab, dass der 800er in 2:24,5 gelaufen werden mussten. Bei der bisherige Bestmarke von 2:25,73 nicht unmöglich, aber angesichts der heißen Temperaturen und am Ende eines mehr als fordernden Wettkampfs auch keine leichte Aufgabe. Zwei Vereinskolleginnen erklärten sich bereit, ihr persönliches Rennen hintanzustellen und in der ersten Stadionrunde die Tempoarbeit zu übernehmen. Dlauhy hielt sich genau an die geplante Tempotabelle, erhöhte nach der ersten Runde das Tempo und konnte sich mit 2:22,55s den Laufsieg und die letzten fehlenden Punkte für die EM-Norm sichern.

© Martina Albel

Mit 5.277 Punkten neuer NÖLV-U20-Rekord und Qualifikation für EM erreicht

Am Ende stand mit 5277 Punkten ein neuer NÖLV-U20 Rekord in der Ergebnisliste und das große Ziel der jungen Athletin – die Qualifikation für die U20 Europameisterschaft in Tallinn war Realität geworden.

„Das alles war diesmal dann doch ein wenig zu viel für mich. Ich war einfach so nervös am ersten Tag. Am zweiten Tag spürte ich schon die Müdigkeit, aber es war einfach toll, Österreich in einem so starken Starterfeld vertreten zu dürfen. Der Fehler zum Abschluss ist natürlich blöd, weil ich damit mein insgesamt zweitbestes Mehrkampfergebnis nicht offiziell zum Abschluss gebracht habe und mein Ziel der Top 20 nicht gepackt habe. Aber ich muss positiv denken und mir sagen, dass ich mit einem absolut nicht optimalen Mehrkampf mein Ziel hätte erreichen können. Ich kann mir nun ausrechnen, wo ich liegen würde, wenn mir ein fehlerfreier Wettkampf gelingt. Jetzt mach ich mal eine Woche Pause, dann möchte ich noch bei den Staatsmeisterschaften im Mehrkampf Ende August eine starke Performance liefern und dann gibt es nur mehr Vollgas im Training, damit ich das Limit für die U20 WM nächstes Jahr einfach früher schaffe und mich danach besser auf meine hoffentlich erste WM vorbereiten kann.“

Bild: © ÖLV / Coen Schildermann

Wir finden deine Leistung fantastisch und gratulieren dir aus vollem Herzen zu deinem verdienten Erfolg und wünschen dir Alles Gute für die EM!