Drei Starts, drei Medaillen – darunter Gold über 400 m und ein Staatsmeistertitel: Für Anja Dlauhy, Leichtathletin und von IT-Power Services unterstützt, verlief die Hallensaison 2026 äußerst erfolgreich. Mit mehreren persönlichen Bestleistungen und einem klaren Aufwärtstrend setzt sie ein starkes Ausrufezeichen für die kommende Freiluftsaison.
Neue Trainingsbedingungen in Wien als Gamechanger
Seit September 2025 gibt es mit der neuen „Sportarena“ wieder eine Leichtathletikhalle in Wien. Damit sind optimale Trainingsbedingungen gewährleistet – lange Fahrten nach Linz für intensive Einheiten gehören der Vergangenheit an. Gleichzeitig ermöglicht die Halle nun auch wieder die Austragung von Wettkämpfen direkt vor Ort.
Für Anja Dlauhy bedeutete das eine deutlich verbesserte Vorbereitung auf die Hallensaison.
Fokus auf 200 m und 400 m statt Paradedisziplin
Die Spezialdisziplin von Anja Dlauhy, die 400 m Hürden, kann in der Halle aufgrund der 200 m Rundbahn und der engen Kurven nicht gelaufen werden. Deshalb lag der Fokus in der Hallensaison auf den flachen 200 m und 400 m Strecken.
Nach einem verletzungsfreien Herbsttraining und einem intensiven zweiwöchigen Trainingslager in Teneriffa im Dezember war die Motivation groß, die Fortschritte in schnelle Zeiten umzusetzen.
Starker Saisonauftakt bei den Landesmeisterschaften

Der Startschuss fiel am 24. und 25. Januar bei den niederösterreichischen Landesmeisterschaften.
- 200 m: 24,91 s und Vizelandesmeistertitel
- 400 m: Sieg in 54,78 s und erstmals unter 55 Sekunden
Gerade die 400 m-Marke war ein wichtiger Meilenstein in der Karriere von Anja Dlauhy und bestätigte die starke Entwicklung.
Rückschlag und trotzdem Bestleistung
Nach der starken 400 m-Leistung wurde Anja Dlauhy für die Balkanmeisterschaften in Belgrad nominiert. Doch das internationale Debüt fiel buchstäblich ins Wasser:
Schneechaos, Flugausfälle und über acht Stunden Wartezeit am Flughafen verhinderten die Teilnahme.
Trotzdem ergab sich am nächsten Tag eine spontane Startmöglichkeit in Wien. Nach einem sehr schnellen Beginn musste sie zwar auf der zweiten Runde Tempo herausnehmen, konnte aber dennoch eine neue Bestleistung von 54,74 s erzielen – unter alles andere als idealen Bedingungen.
Höhepunkt: Staatsmeisterschaften in Wien
Am 28. Februar und 1. März fanden die österreichischen Hallenstaatsmeisterschaften in der Wiener Sportarena statt – der Höhepunkt der Saison.
Gleich am ersten Wettkampftag konnte Anja Dlauhy mit 24,78 s eine neue persönliche Bestleistung aufstellen und die Bronzemedaille über 200 m gewinnen.
Am zweiten Tag stand das 400 m-Finale im Fokus…
Dramatisches Duell über 400 m und erster Staatsmeistertitel

Am zweiten Tag stand das 400 m-Finale im Fokus. Nach dem Ausfall der Favoritin entwickelte sich ein spannendes Duell zwischen zwei Langhürdenspezialistinnen.
Vom Start weg setzte sich die Konkurrentin an die Spitze. Nach der zweiten Kurve entschied sich Anja Dlauhy intuitiv für eine Attacke und übernahm die Führung.
Es folgte ein intensiver Zweikampf bis zur Ziellinie:
- Konstantes hohes Tempo
- Verteidigung der Innenbahn
- Entscheidung erst auf den letzten Metern
Am Ende konnte sie sich knapp durchsetzen und gewann:
- 🥇 Gold über 400 m in 54,29 s
- Neue persönliche Bestleistung
- Verbesserung um eine halbe Sekunde innerhalb einer Woche
Damit sicherte sich Anja Dlauhy ihren ersten Staatsmeistertitel in der Halle.
Direkt danach: Staffelgold mit dem Team
Nur knapp zwei Stunden später stand sie erneut am Start – diesmal mit der 4×200 m Staffel.
Gemeinsam mit ihren Vereinskolleginnen vom ULC Riverside Mödling konnte das Team souverän den nächsten Titel holen und die Meisterschaften perfekt abrunden.
Fazit: Drei Starts, drei Medaillen
Mit drei Medaillen bei drei Starts blickt Anja Dlauhy auf eine äußerst erfolgreiche Hallensaison zurück:
- 🥇 Gold (400 m)
- 🥇 Gold (4×200 m Staffel)
- 🥉 Bronze (200 m)
Eine starke Leistung – und ein Erfolg, den auch IT-Power Services als stolzer Sponsor mitverfolgt.
Blick nach vorne: Vorbereitung auf die Freiluftsaison
Die Vorbereitung auf die Freiluftsaison ist kurz, aber intensiv. In wenigen Wochen geht es für ein zweiwöchiges Trainingscamp nach Belek – gemeinsam mit einer starken Schweizer Trainingsgruppe.
Das große Ziel ist klar definiert:
Die Qualifikation für die Europameisterschaften im August.