Die neue Plattform steht – Warum Dateninitiativen am Alltag scheitern

Ein Mitarbeiter mit einer verwirrenden Fernbedienung in der Hand und Fragezeichen über dem Kopf steht vor vielen Dashboards und Zahlen

Die Plattform ist da.
Es wurde investiert – in Storage, in OpenShift, in IBM Fusion, in Architektur, in Zeit, in Ressourcen.

Endlich!
Die technische Basis steht.

Jetzt können wir endlich datengesteuert arbeiten und bekommen bessere Entscheidungsgrundlagen!

Und dann?
Verändert sich nichts.

Die Fachbereiche nutzen es nicht.
Probleme sind nach wie vor die alten.
Und bei den gestarteten Datenprojekten ist kein sichtbarer Erfolg in Sicht.

WARUM?

Ein Beispiel

Stellen Sie sich folgende Situation vor:

Sie bekommen von Ihren Kindern eine Universalfernbedienung zum Geburtstag geschenkt. Eine einzige Fernbedienung für das ganze Haus: Licht, Heizung, Fernseher (alle!), Küchengeräte, Garagentor –

Und irgendwie funktioniert sie auch für Ihre Laptops!

Technisch beeindruckend, oder?
Aber im Alltag?

  • Wie hoch ist die Chance, dass die Fernbedienung genau dort liegt, wo Sie sie gerade brauchen?
  • Wie oft stehen Sie stattdessen einfach auf und machen es wie immer?
  • Und wie lange würden Sie brauchen, um alle Funktionen wirklich zu verstehen?
  • Und ganz ehrlich: Was genau machen Sie mit einer Fernbedienung für Ihren Laptop?

Die Fernbedienung ignorieren ist übrigens keine Option – Ihre Kinder haben lange für das Geschenk gespart!

Fernbedienung mit sehr vielen Knöpfen und unverständlichen Symbolen
erstellt mit KI

Genau so geht es vielen Mitarbeitern in Unternehmen, die mit neuen Datenlösungen arbeiten sollen.

Darum scheitern Dateninitiativen in Unternehmen

1. Lösungen sind nicht in den Alltagsprozess integriert

❓ Die Lösung ist da – aber nicht dort, wo gearbeitet wird. User haben etablierte Arbeitsprozesse. Tools, Einstiege und Abläufe sind bekannt und eingespielt. Wenn neue Lösungen außerhalb dieser Prozesse liegen, entsteht zusätzlicher Aufwand: separate Tools, neue Einstiege, parallele Wege. Und genau das wird im Alltag vermieden. Die Folge: User greifen wieder auf bekannte Workarounds zurück – oft Excel oder andere Schattenlösungen.

➡️ Was nicht im Workflow ist, wird im Alltag nicht genutzt

✅ Daten müssen dort verfügbar sein, wo gearbeitet wird: im CRM, im ERP, im Ticketsystem – nicht daneben. Je weniger Umwege notwendig sind, desto höher die Nutzung. Gute Lösungen reduzieren Komplexität. Sie erzeugen keine zusätzliche.

2. Überforderung statt Orientierung

❓ Zu viele Dashboards. Zu viele KPIs. Unterschiedliche Zahlen für scheinbar dieselbe Fragestellung.

Zu Beginn brauchen User vor allem eines: Orientierung und Unterstützung. Neue Tools, neue Daten, neue Möglichkeiten – das bedeutet auch neue Anforderungen im Umgang damit.
Ohne Unterstützung wird das schnell zur Hürde.
Dazu kommt: Daten werden häufig in einer Sprache präsentiert, die nicht zum Alltag der Fachbereiche passt. RMSE und AUC statt Umsatz, Risiko und Kosten. Ohne Orientierung sind die User verloren und aus der geplanten Transparenz wird ungeplante Unsicherheit.

➡️ Neue Nutzer brauchen Unterstützung und Zeit sich zu orientieren

✅ Schaffen Sie Klarheit als Teil der Transparenz. User müssen verstehen, was die Zahlen bedeuten – und was sie damit tun sollen/können.

  • klare Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten
  • definierte Ansprechpartner
  • verständliche Darstellung und Beschreibung der Daten
  • Schulungen

3. Vorteil für User nicht ersichtlich

❓ Viele Dateninitiativen starten mit einer starken technischen Basis – aber ohne klaren Bezug zum konkreten Arbeitsalltag. Modelle werden gebaut. Dashboards erstellt. Daten bereitgestellt.
Aber die zentrale Frage bleibt offen:
Welches konkrete Problem löst das für den Nutzer?

➡️ Solange dieser Zusammenhang fehlt, bleibt jede Lösung ein „Nice-to-have“. User greifen dann auf das zurück, was sie kennen – auch wenn es objektiv schlechter ist.

✅ Starten Sie beim Business, nicht bei der Technologie:

  • Wo entstehen Unsicherheiten in Entscheidungen?
  • Wo gibt es Reibungsverluste?
  • Wo fehlt Transparenz?

Erst wenn klar ist, welchen Unterschied Daten im Alltag machen, entsteht echte Nutzung – und damit echter Mehrwert.

Fazit

Eine moderne Datenplattform ist keine Garantie für eine funktionierende Datenstrategie.

Sie ist die Voraussetzung – Nicht das Ergebnis.

Der eigentliche Erfolg entscheidet sich danach: im Alltag Ihrer User!

  • Wird die Lösung verstanden?
  • Ist sie einfach erreichbar?
  • Hilft sie konkret weiter?

Oder bleibt sie „die Fernbedienung, die irgendwo herumliegt“?

Von der Theorie in die Praxis: Unser Workshop

Genau an dieser Stelle wird es in der Praxis spannend: Welche Fragen stellen sich Unternehmen konkret, wenn es um die Nutzung von Daten im Alltag geht? Wo entstehen Unsicherheiten – und woran scheitert es tatsächlich?

Diese Themen stehen auch im Mittelpunkt unseres Workshops auf der ADV Konferenz:
„Wer hat an den Daten gedreht?“

Symbolbild Bühne und Mikrofon für den interaktiven Workshop „Wer hat an den Daten gedreht?“ zum Thema Data Governance
Interaktiver Data-Governance-Workshop auf der ADV Data Excellence Konferenz

Dort diskutieren wir genau diese Fragestellungen anhand konkreter Praxisbeispiele und Erfahrungen aus Projekten.

Jetzt mehr erfahren

Eventheader zum Workshop „Wer hat an den Daten gedreht?“ – interaktives Data-Governance-Theater auf der ADV Data Excellence Konferenz 2026
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